In der Ukraine, Weisrussland und Russland ist Ostern das wohl größte und mit Abstand schönste religiöse Ereignis im Jahr. Gläubige und Atheisten strömen in die Kirchen, um an der festlichen Messe teilzunehmen. Ostern säubert die Seele und die Gedanken, bringt jedem Menschen Frieden, Freude und Hoffnung. Nicht zuletzt freuen sich die Menschen auf ein üppiges und frohes Familienfest mit köstlichen Kreationen der rituellen Küche. Osterbrot, spezieller Quarkkuchen, farbige Eier und viele andere Leckereien stehen auf der Festtafel.

Das Orthodoxe Ostern wird aufgrund der Abweichungen zwischen dem Julianischem und dem Gregorianischem Kalender normalerweise später als im Westen Europas gefeiert. In Orthodoxen Kirchen wird die Osternacht auf eine intensive und ursprüngliche Weise zelebriert. Schon am Samstagabend versammeln sich festlich gekleidete Menschen in den dunklen nur durch schwache Kerzen erleuchteten Kirchen, die eine düstere Welt ohne das Licht des Glaubens symbolisieren.

Um Mitternacht verkündet das Glockenläuten die Auferstehung Christi. Priester erscheinen am Altar mit dem Kreuz und Kerzen. Sie gehen singend durch die Kirche und um diese herum. Alle Menschen zünden Kerzen an und folgen der festlichen Prozession. Die Gotteshäuser füllen sich mit Licht und der vielstimmige Chor schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Nach der Prozession geht die Messe in der Kirche bis zum Morgengrauen weiter. Manche haben Schwierigkeiten, die stundenlange Messe auszuhalten, weil es im Gegensatz zu anderen Kirchen in orthodoxen Kirchen keine Bänke gibt. Der Gottesdienst endet am frühen Morgen mit einem Gang um das Kreuz. Vielstimmig schlagen die Glocken, der Gesang schwellt an, und schließlich fordern die Priester alle auf, sich zu umarmen, zu küssen und sich gegenseitig zu verzeihen. Die Menschen folgen dem Aufruf, überall hört man den traditionellen Ostergruß

"Christos Woskres!" (Christus ist auferstanden!) und die Antwort "Woistino Woskres!" (Er ist wahrhaft auferstanden!).

Bereits in der Karwoche setzt in den Heimen rege Betriebsamkeit ein. Nach dem großen Frühjahrsputz fängt man an, Osterbrote zu backen. Am "sauberen Donnerstag" werden Eier gefärbt und am Samstag frische Osterkuchen zubereitet. Die Schwierigkeit dabei besteht darin, dass Samstag der strengste Tag des großen Fastens ist, an dem man so gut wie gar nichts essen darf. Sogar das Abschmecken der Gerichte ist nicht erlaubt. Aber die Vorfreude ist groß, und die Köchinnen und Köche geben sich besondere Mühe. Traditionell nimmt man Osterbrote und Eier mit in die Kirche, um sie vom Priester weihen zu lassen. Nach der Ostermesse wird das Speiseverbot aufgehoben und endlich stehen die entbehrten Köstlichkeiten wieder auf dem Tisch. Der Ostersonntag beginnt mit einem Familienfrühstück. Die Festtafel wird mit frischen Blumen, Weidensträußen und natürlich mit farbigen Eiern dekoriert. Außer Osterbrot und Osterkuchen, welche es nur zu Ostern gibt, werden all Speisen serviert, die während der vierzig Tage des großen Fastens verboten waren: Wurst, Schinken, Käse, Milch. Nach dem alten Glauben soll man das Festessen mit seinen Nächsten teilen. Deswegen gehen sich alle nach dem Frühstück gegenseitig besuchen, tauschen Eier und kleine Osterbrote. Und wenn das erste Ei, das man bekommt, vom ganzen Herzen geschenkt wurde, wird es nie schlecht werden, besagt eine Volksweisheit. An Ostern ist es üblich, zu den Friedhöfen zu gehen und den verstorbenen Angehörigen Eier, ein wenig Brot und Bier zu bringen. So läßt man sie auch an den Feierlichkeiten teilhaben.

Osternacht
 
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